Freitag, 15. Dezember 2017

Eine Decke zum Anziehen

Das Sommerkind hat ja so seine Eigenheiten.
So hat es in diesem Jahr beschlossen, dass es auf KEINEN FALL einen Schlafsack nutzen kann. Und ebenfalls auf KEINEN FALL eine Decke.
Das war den Sommer über ja total in Ordnung, zumal das Kind dazu neigt, im Schlaf schön warm zu sein, es also offensichtlich wirklich nicht zu kalt war.
Die Mutter in mir machte sich dann aber doch schon ein paar Gedanken darüber, wie wir das wohl so in der kalten Jahreszeit machen wollen mit dem Schlafen.
Zum Glück weiß die Mutter in mir ja, dass sich solche Spleens gerne auch nochmal ändern, also hab eich alles mal auf mich zukommen lassen. Und den vorhandenen Schlafsack (hier gezeigt) habe ich demnach stur bereitgehalten!
Und einen etwas wärmeren Overall gekauft (ja tatsächlich gekauft und nicht genäht, das Angebot war unschlagbar ;) ), damit ich was Warmes als Schlafanzug in petto habe, falls das Sommerkind standhaft bleibt.

So, und nun wurde es also kälter und kälter. Und plötzlich beschloss das Sommerkind, dass es unbedingt eine Decke haben möchte. Erst wollte es mit unter meine Decke, dann wollte es eine der Decken, die am Fußende ihres Bettes hingen (diese, diese und eine, die ich hier tatsächlich gar nicht gezeigt habe) und nur darauf warteten, gebührende Beachtung zu finden.
Ha!


Nun ist das mit den Decken so ein Ding. Die verrutschen bei so einem kleinen Wühlekind in der Nacht eben doch oft und dann wird es kühl. Also mein Versuch, den Schlafsack ins Gespräch zu bringen.
"Schau mal, eine Decke zum Anziehen. Voll toll! Nehmen wir die doch mal." Und was soll ich sagen, es hat funktioniert. Das Ding heißt jetzt also auch Decke, eben eine zum Anziehen und das Kind schläft kuschelig eingemummelt und die Mutter muss sich keine Gedanken mehr machen. Also zumindest nicht mehr darum.
Ha!


Und weil die Puppe grade ebenfalls große Aufmerksamkeit erlangt, hat sie jetzt auch eine Decke zum Anziehen bekommen.

Aus dem gleichen Stoff. Bei abendlichen Überredungsschwierigkeiten können wir also erst die Puppe bettfertig machen und dann das Sommerkind in Partnerlook kleiden.


 Das lässt dann übrigens das Mutterherz höher schlagen, wenn Kind und Puppe so beieinander sitzen mit ihren Decken zum Anziehen, das Kind die Puppe an sich drückt, hach, ist das schön.
Es ist einfach so schön, wenn die Dinge, die ich selbst mit Herzblut herstelle (und der Schlafsack und vor allem die Puppe gehören devinitiv dazu) solchen Anklang finden. Da gewinnt dieses Hobby noch einmal ungemein!


So, das war jetzt aber viel Erzählerei.

Hier noch ein paar Fakten zum Puppenschlafsack:
Genäht aus Sommersweat von Alles für Selbermacher, gefüttert mit einem alten T-Shirt.
Auf einen Reißverschluss habe ich in dieser Größe verzichtet und stattdessen einen kleinen Riegel mit Knopf eingesetzt.



Oben an den Trägern gibt es ebenfalls Knöpfe (wie beim großen Original auch).


Den Schnitt habe ich mir selbst gebastelt. Puppe auf Papier gelegt, mir Markierungen gemacht, wo die Träger oben hinsollten und wie weit der Armausschnitt muss und dann unten einfach fröhlich einen Bogen drumgemalt.

Und einen eigenen Schlafanzug hat das Puppenkind inzwischen auch. Entstanden aus einem aussortierten Oberteil von mir.


Die Ärmelabschlüsse sind vom Original übernommen, die Beinabschlüsse waren vorher ein Saum, so hatte ich - außer des neues Halsausschnittes keine Kanten zu bearbeiten ;)


So sind sie nun also beide gut gewappnet für die Nacht!



Die kleine Geschichte und die Decke zum Anziehen schicke ich heute noch rüber zum Freutag, zu Sew mini im Dezember und zu Kiddikram.

Liebste Grüße

Dienstag, 21. November 2017

Das Dreieckige muss Rund um die Welt

Ich habs schon wieder getan. Ich hab ein Dreieckstuch gestrickt.
Diesmal habe ich ein Farbverlaufsgarn genommen. In wunderschönen Rottönen.
Und diesmal ist es für meine liebe Freundin am anderen Ende der Welt.


Gestrickt habe ich das Tuch aus Sockenwolle. Die hat den großen Vorteil, dass sie robust ist und in der Maschine gewaschen werden kann. Ich finde, das ist bei einem solchen Tuch wirklich gut, weil ich z.B. ja auch gerne mal ein bisschen kleckere. Also zum Beispiel. Und dann muss man sich nicht so dolle ärgern, sondern kann das Ding einfach in die Maschine schmeißen, trocknen lassen und wieder weiter tragen :)

Sie hat aber auch den Nachteil, dass sie nicht die allerallerflauschigste ist. Also zumindest diese. Das ist aber ok, da eben besagte Freundin da zum Glück nicht so empfindlich ist.


Weil sich grade so ein schöner Strauß auf unserem Tisch tummelte, durfte der mal mit aufs Bild.


Hach, kuschelig!


Und das Sommerkind hat auch geholfen und mir farblich passende Accessoires ins Bild gelegt. Nett, oder?



Auch dieses Tuch hat - wie schon meins - wieder ein Lederlable bekommen. Diesmal allerdings in schwarz und der Farbe geschuldet dann ohme mein Logo. Aber auch so macht es was her, finde ich ;)


Durch die Art, wie ich meine Dreieckstücher stricke (hier erklärt) ergibt sich bei diesem Farbverlauf ein schöner Effekt in den Streifen. Die sind nämlich am Anfang - in der einen spitzen Ecke - ganz breit und werden dann zur gegenüberliegenden Kante immer schmaler.




Da der Zipfel beim Tragen ja mit nach vorne kommt, erkennt man den Effekt beim fertigen Tuch gut und ich mags total.


Nun hoffe ich also, dass das Tuch seine Reise gut übersteht und im fernen Neuseeland für kuschelige Stunden oder zumindest einen warmen Hals sorgt.
Und ja, dass das da grade nicht die passende Jahrezeit ist, weiß ich. Aber es ist halt jetzt fertig und darum jetzt losgereist. Und der nächste Herbst kommt bestimmt. Vielleicht gibts ja auch mal nen kühlen Sommerabend, der dann verlängert werden kann? ;) 


Apropos Reisen: Es geht noch rüber zum Creadienstag, zu HoT, zu den DienstagsDingen und zu Auf den Nadeln im November.


Liebste Grüße


Dienstag, 7. November 2017

Kunst mit kleinen Kindern

Das Sommerkind und ich haben Kunst gemacht. Also eigentlich das Sommerkind. Ich habe nur assistiert. Also vorbereitet.

Und zwar das hier:


Es handelt sich um ein quadratisch zugesägtes Stück unbehandeltes Holz. Darauf verteilt habe ich Fingermalfarbenkleckse. 

Darüber kommt dann eine Frischhaltefolie (Tipp hierzu siehe im Fazit unten). Die dient in diesem Falle nicht dem Frischhalten der Farben, sondern eher des Kindes oder noch eher dessen Klamotten und der mütterlichen Nerven.


Denn so präpariert darf dann das Kind nach Herzenslust matschen, schmieren und verwischen. Toll, und das ganz ohne dreckig zu werden ;)


Wenn man dann findet, dass es hübsch genug und nach Kunst aussieht, so entwende man das Bild schnell dem Kinde, bevor es ein einheitliches Lila-Braun-Schwarz wird.



Um Protest vorzeitig entgegenzuwirken, lege man dem Kind umgehend ein weiteres ebenso präpariertes Brett vor die Nase.


So entstehen dann auf die Schnelle ganz wunderbare Kunstwerke, die man - wie in diesem Falle - zu einer Hochzeit für die frisch zu beziehende gemeinsame Wohnung verschenken kann.


Man entschuldige bitte die Lichtverhältnisse, es war eine Abendstundenüberbrückungskunstaktion.
Dafür aber mit zwei unterschiedlichen Hintergründen. Als Ausgleich sozusagen.



Ich fand sie beim Trocknen so schön, dass ich davon nochmal Fotos machen musste :)




Und so siehts dann fertig aus:



Ich mag den 3D-Effekt, der natürlich umso mehr entsteht, je mehr Farbe man verwendet.




Fazit: Idee auf Pinterest entdeckt und für gut befunden. Man kann es sicherlich auch schon mit noch kleineren Kindern super machen, so wahnsinnig viel Feingefühl ist dazu ja nicht notwendig. Also beim Kind.
Ich würde allerdings dazu raten, etwas stabilere Folie - vielleicht eine Mülltüte oder einen Gefrierbeutel zu nehmen. Die Frischhaltefolie ist doch sehr empfindlich gegenüber kleinen spitzen, feste drückenden Kinderfingerchen.

Die Kunst schaut noch vorbei beim Creadienstag, bei HoT, bei den DienstagsDingen und bei Kiddikram los ist.

Liebste Grüße


Dienstag, 31. Oktober 2017

Drachen-Wikinger-Mikey

Ja, ich habe schon wieder eine Mikey genäht. Aber warum auch nicht, das Schnittmuster hat sich ja bereits mehrfach bewährt, es liegt in der entsprechenden Größe vorbereitet herum, also muss es auch genäht werden. So!


Diesmal fiel mir ein heiß geliebtes Stöffchen in die Hände, aus dem unbedingt was fürs Sommerkind entstehen sollte. Und nun ist :)


Der großartige Drachen-Wikinger-Jersey ist mal wieder von susalabim für lillestoff. Ich habe ihn beim Lagerverkauf erstanden, er hat ein paar kleine Fehler und war darum deutlich reduziert. Da mich die Fehler aber gar nicht stören, habe ich gleich ein bisschen mehr gekauft und so darf sich das Sommerkind auf mindestens noch ein weiteres Kleidungsstück mit Drachen und Wikinger freuen.


Das Kombi-Gelb ist ebenfalls von lillestoff und durfte bereits ein paar andere Stöffchen begleiten. Das ist schon toll, dass sich über die unterschiedlichsten Designs hinweg die Farben gleiche, so dass einem Kombinationen leicht gemacht werden. Danke lillestoff!


Hier sieht man einen der Fehler im Druck, ich finde aber wirklich, dass es kaum auffällt. Dem Ergebnis tut es auf jeden Fall keinen Abbruch.



Ich mag die vielen Szenen, die man entdecken kann. Schaut selbst.



Ist der Kleine - oder ist es ein Mädchen - nicht großartig? So hochnäsig. Fast schon beleidigt.




Und immer noch was zu entdecken.




Die Hose ist bereits fleißig im Einsatz und ich lieb sie sehr. Aber auch das Sommerkind hat zumindest keine Einwände, wenn ich ihr die Hose anziehen will. Sie findet ja jetzt schon, dass sie inzwischen ja bitteschön ein Wörtchen mitzureden hat bei Kleidungs-, Jacken- und Schuhauswahl. Bitteschön!Demnach ist kein Protest schonmal ein gutes Zeichen ;)

Die Wikinger dürfen sich jetzt mit ihren Drachen noch aufmachen und beim Creadienstag, bei HoT, bei den DienstagsDingen, bei Sew mini im Oktober und bei Kiddikram vorbeischauen. Und zu Ich näh Bio und zu Selbermachen macht glücklich schicke ich sie auch noch!

Liebste Grüße