Dienstag, 2. Dezember 2014

Weihnachtsschmuck selbstgemacht

Ja, ich weiß, Weihnachten ist schon all über all präsent, dabei hat der Dezember grade mal angefangen. Andererseits sind wir inzwischen wirklich voll in der Adventszeit und darum darf Weihnachten nun auch Thema sein. Also jetzt eben - nicht schon im September! Dafür dann jetzt auch richtig! ;P

Heute soll es also auch bei mir um ein weihnachtliches Thema gehen. Und zwar um Weihnachtsschmuck.

Es ist ein schönes und einfaches DIY, das sich auch ganz hervorragend mit Kindern umsetzen lässt.
So war auch bei mir die Idee, dass das bestimmt eine total gute Idee für ein Bastelstündchen mit dem Patenkind sei. War es auch. So ungefähr für eine viertel Stunde. Danach war definitiv der neue Duplo-Krankenwagen interessanter. Aber die Patenkindmama und ich hatten große Bastelfreude :)

Also, ihr braucht:
- Softton
- Ausstechförmchen
- Nudelholz 
- Backpapier
- Lack/Farbe
- Wasserfeste Unterlage (z.B. Alufolie)
- Platz zum Trocknen 

Bei Kindern dann noch ein Lätzchen und für euch selbst vielleicht eine Schürze - nur so zur Sicherheit ;)

Der Softton hat den großen Vorteil, dass er nicht in einem Brennofen bei hohen Temperaturen gebrannt werden muss, sondern einfach an der Luft trocknet. Für die ganz Ungeduldigen: Ihr könnt ihn auch im Backofen trocknen. Er kostet nicht die Welt, lässt sich super verarbeiten und man kann ihn sogar lange lagern, ohne dass er austrocknet. Nur wenn man die Packung einmal aufgemacht hat, sollte man ihn relativ schnell verarbeiten oder die nicht benötigten Stücke schnell wieder ordentlich verpacken. Wie lange er dann hält, habe ich nicht ausprobiert. Schnell verbrauchen ist eh besser, wenn man grade mal dabei ist.

So, bevor ich mit noch mehr Tipps um die Ecke komme, nun aber erst mal zu dem, was ich eigentlich zeigen wollte.
Ziel der ganzen Aktion ist es nämlich kleine Anhänger zu basteln, die mit einem hübschen Bändchen versehen dann eben ganz weihnachtlich überall drangebamselt werden können, wo ihr eben möchtet.

Leider habe ich bei der Herstellung keine Fotos gemacht, werde euch aber ausführlich erklären, was gemacht wird und dann gibts natürlich Bilder vom Ergebnis. 

Zu Beginn nehmt ihr euch einen kleinen Brocken von dem Softton, knetet ihn kurz durch und rollt ihn dann mit einem Nudelholz aus (das lässt sich nachher gut reinigen, ihr könnt also das normale Küchennudelholz nehmen, wenn ihr keines extra zum Basteln habt. Das gilt auch für die Ausstechförmchen). Rollt ihn nicht zu dünn aus, die Ergebnisse brechen sonst nachher relativ leicht. Ich habs nun nicht ausgemessen, aber 2-3 mm dürfen es schon sein.

Wenn ihr euer Stück Ton dann ausgerollt habt, kommen die Keksausstechförmchen zum Einsatz. Hiermit werden wie beim Teig nun die Stücke ausgestochen - es gibt also quasi einfach Ton-Kekse.
Wenn möglichst viel von dem ausgerollten Ton ausgenutzt ist, könnt ihr die fertig ausgestochenen Teile abnehmen und auf den Trockenplatz bugsieren.
Wir haben festgestellt, dass es gut geht, wenn man auf Backpapier ausrollt, weil sich die fertigen Teile davon gut klösen lassen. Allerdings wellt das Backpapier durch die Feuchtigkeit vom Ton, was wiederum unschöne Falten auf der Rückseite des Tons zur Folge hat. Vielleicht sollte man das Ganze mal auf so einer Silikon-Back-Unterlage ausprobieren - Wachstuch geht nicht gut, da pappt alles fest. 

Die Falten lassen sich aber auch gut mit einem stückchen feinen Schleifpapier nacher (wenn alles ordentlich durchgetrocknet ist) abschleifen.
Nun noch die kleinen ausgestochenen Teile mit einem (Schaschlik-)Spieß mit einem kleinen Loch versehen. Wo das Loch sein muss, damit die Figur nachher grade hängt, lässt sich an den Ausstechförmchen ganz gut testen, indem man sie über den Spieß hängt und guckt, wann sie grade hängen. An der Stelle - nur ein bisschen entfernt vom Rand - muss dann auch bei der fertigen Figur das Loch sein.
Wer kleine senkrecht hängende Girlanden machen möchte, sollte daran denken, dass die ausgestochenen Formen oben und unten ein Loch brauchen - bis auf das Abschlusstück, das braucht nur oben ein Loch. 


Hübsch ist es übrigens auch, wenn ihr beim Ausrollen - kurz bevor ihr die finale Dicke erreicht habt - auf den Ton ein Spitzendeckchen legt und dann noch einmal drüber rollt. Ich habe keine Stoffspitze genommen, sondern so ein Tortendeckchen. Das ging auch prima. So erreicht ihr einen ganz feinen, dezenten Effekt auf dem fertigen Stück. Das macht es noch ein bisschen feiner. Wer ganz akribisch sein will, kann natürlich auch noch so ein Deckchen drunter legen, damit auf beiden Seiten ein Muster entsteht.



Die Reste vom ausgerollten Ton können wie beim Keksteig einfach wieder mit neuem Ton ausgerollt werden und dann geht das ganze wieder von Vorne los.
Wir waren zu Zweeinhalbt (wobei die kleine Madame uns basteltechnisch ja relativ schnell im Stich gelassen hat ;) ) und hatten 1000g Ton. Zwischendurch dachten wir, es gäbe gar kein Ende aber nachher war es doch genau richtig. Da wir den Tonvorrat nicht wieder verpackt (in Folie oder in einer Dose) haben sondern einfach so auf dem Tisch hatten, wurde er am Ende dann doch ein bisschen trocken. Es hat grade so hingehauen, dass wir die letzten Teilchen noch gut machen konnten, viel länger hätten wir aber auch nicht brauchen dürfen ;)

Wenn dann alles ausgestochen und zum Trocknen aufgereiht ist, heißt es Geduld beweisen (oder eben ab in den Ofen) und warten, bis alles fein durchgetrocknet ist.
Die Teile können sich beim Trocknen etwas verziehen, z.B. die Ränder ein bisschen hochbiegen. Ich finds nicht schlimm und weiß aber auch nicht genau, was man dagegen tun kannVielleicht könnte man mal versuchen, ob es besser ist, wenn man an einem kühlen Ort trocknet. 

Wenn es soweit ist, könnt ihr die neuen kleinen Anhänger nach Belieben bemalen. Hierzu könnt ihr Lack nehmen, auch Sprühlack, aber auch Acrylfarben gehen gut. Ich habe sie noch nicht bemalt und auch so gefallen sie mir schon sehr gut. Einige werden aber sicher noch Farbe abbekommen.
Wenn ihr mögt, könnt ihr am Ende noch Klarlack drübersprühen/-pinseln - je nach Geschmack matt oder glänzend.
Wer will, kann sich natürlich auch mit Glitzer, Perlen und allem Möglichen austoben und die guten Stücke auch noch bekleben - ich halte mich mal wieder an die schlichte Variante. 

Noch ein feines Bändchen drangetüddelt und schon ist er fertig, euer Weihnachtsschmuck. Ob ihr diesen an den Weihnachtsbaum, an Zweige, ans Fenster oder woran ihr auch immer wollt hängt, sei fröhlich euch überlassen. Ich finde sie auch als Geschenkanhänger, einfach mit dem Namen versehen, total schön. Oder als Platzkärtchen um die Serviette gewickelt.


Das Ganze geht natürlich auch mit nichtweihnachtlichen Formen. Man könnte auch ein feines kleines Mobile daraus basteln.........
Ihr seht, es gibt vielseitige Einsatzmöglichkeiten, lasst eurer Kreativität freien Lauf! :) 



Die kleinen Dinger gehen nun noch rüber zum Creadienstag und zu Kiddikram. Ich bin gespannt, was ihr so gewerkelt habt!

Liebe adventliche Grüße

Kommentare:

  1. Ganz wundervoll sind Deine kleinen Anhänger geworden! Vor allem die Abdrücke gefallen mir.
    Liebe Grüße von Katharina

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    1. Vielen Dank liebe Katharina :)
      Liebe Grüße zurück
      Hannah

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  2. die andere ROthfuchs2. Dezember 2014 um 12:39

    das ist ja ein feines Material. Besser als Salzteig. Liebe Grüße...

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    1. Ha, da konnte ich also sogar dir altem Bastelhasen noch was Neues zeigen ;)
      Liebe Grüße
      Hannah

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  3. Hab ich auch gemacht und ich habe regelmäßig umgedreht und die Ränder wieder leicht gerade gebogen... so stehen die Ecken nicht so nach oben.
    Grüße Sonnenblume

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    1. Liebe Sonnenblume, ja, das werde ich das nächste Mal wohl auch mal ausprobieren :)
      Danke und liebe Grüße zurück
      Hannah

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