Donnerstag, 28. Mai 2015

Endlich fertig - Decke mit Diagonalstreifen

Ich habe sie euch schon gezeigt. Sogar mit Anleitung. Meine Decke in Diagonalstreifen.
Nur fertig war sie da noch nicht.
Fertig gestrickt habe ich sie eigentlich nun schon lange. Sie lag nur noch ewig rum weil ich die ollen Fäden noch vernähen musste. Das ist so ne doofe Arbeit!
Aber nun habe ich es endlich geschafft und gleich noch eine Umrandung dazu gehäkelt - dafür hat die dunkelblaue Wolle grade noch gereicht.

Ich kann euch heute also endlich die fertige Decke zeigen.





Wobei ich sie gleich mal einmal diagonal gefaltet als Tuch getragen habe. Das geht auch prima. Als Tuch ist es eigentlich ein bisschen zu kurz, aber es hält und vor allem hält es schön warm, ist unheimlich angenehm auf der Haut und kuschelig weich. Und ich mag die Farben einfach sehr!


Durch die diagonalen Streifen beim Quadrat habe ich zum Dreieck gefaltet die Wahl, ob ich die Streifen quer oder längs haben möchte.
Ich glaub ich mag beides, aber längs ein bisschen lieber.


So, das Projekt kann ich nun also auch abhaken :)
Achja, ich schicke es noch eben rüber zum RUMS und zum Kopfkino und weils was Gestricktes ist, noch zu Auf den Nadeln im Mai.

Liebste Grüße

Donnerstag, 21. Mai 2015

Fast Fashion: Ein paar Gedanken

Ich habe euch ja in einem früheren Post schon einmal kurz von der aktuellen Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg berichtet. Die Ausstellung Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode geht noch bis zum 20.09.2015.

Dazu gibt es auch einen tollen Blog, der sich aktuell mit lauter Themen rund um das Thema nachhaltige Mode und nachhaltiger Konsum beschäftig: Stilbrise.de

Sehr angenehm finde ich, dass nicht die Moralkeule rausgeholt wird. Es geht in erster Linie um Mode und den Spaß daran. Aber eben mit Verstand und ein bisschen nachdenken. Es geht darum, sich Gedanken zu machen, woher die Mode kommt, wie sie hergestellt wird, wie es zu solch geringen Preisen kommen kann und darum, dass man sich immer mal fragen sollte: Brauche ich das wirklich? Brauche ich wirklich immer mehr? Macht es wirklich Sinn, Kleidung zu kaufen, um sie dann eine Saison - bei manchen ja noch deutlich kürzer - zu tragen und sie dann im schlimmsten Flal wegzuschmeißen? Was passiert dann damit?

Es gibt so viel, über das man zu diesem Thema nachdenken kann und auch sollte.
Ich habe dazu grade noch ein Video gefunden, das ich gerne mit euch teilen und als Anlass für ein paar in Worte gefasste Gedanken nehmen möchte.


Ich finde es großartig, dass dieses Thema immer mehr in den Fokus gerät. Ich weiß, dass es in den Bereichen (z.B. auf anderen DIY-Blogs), in denen ich mich hier so rumtreibe, noch mehr ein Thema ist als wahrscheinlich in der breiten Masse, aber auch in den Massenmedien wird das Thema immer öfter aufgegriffen und ich habe das Gefühl, dass es - ähnlich wie das Thema Bio bei Lebensmitteln - immer mehr in der "Mitte der Gesellschaft" ankommt. Und das finde ich toll.

Auch ich mache mir immer mehr Gedanken dazu. Auch ich mag Mode. Auch ich gehe gerne mal shoppen. Auch ich freue mich am Konsum.
Aber ich denke inzwischen mehr darüber nach. Ich schaue in meinen vollen Schrank und frage mich, ob ich wirklich noch mehr brauche. Oder ob neues Kombinieren von vorhandenen Klamotten vielleicht auch mal ne gute Idee wäre. Oder ob ich das Eine oder Andere einfach ein bisschen verändern könnte und es mir dann schon fast wie ein neues Kleidungsstück vorkommt (wie leicht und schnell das ist, habe ich ja z.B. hier und hier schonmal gezeigt). Oder ich nähe mir einfach gleich selber was. Auch das ist wieder Konsum. Ich kaufe nämlich Stoffe. Und auch davon habe ich realistisch gesehen mehr als ich eigentlich brauche. Und trotzdem kaufe ich neue. Einfach, weil es Spaß macht. Einfach, weil ich sie so schön finde, dass ich sie haben will.
Aber ich verwerte auch viele aussortierte Sachen. Klamotten kommen bei uns fast gar nicht mehr weg - außer sie sind wirklich komplett durch und schon ganz fadenscheinig - sie kommen alle in meine Stoffsammlung bis mir was Neues einfällt, was ich daraus machen kann (Beispiele siehe hier).

Ich versuche also meinen Konsum einfach ein bisschen zu überdenken. Trotzdem kaufe ich manchaml Quatsch und freu mich drüber wie ein kleines Kind. Und das möchte ich mir auch gar nicht untersagen. Das macht ja auch Freude. Ich will gar nicht immer vernünftig sein.
Aber zwischendurch eben schon. Es geht mir einfach darum, mir immer mal wieder bewusst zu machen, wie gut es mir geht und wie gut wir es haben. Und ich finde, dass damit auch ein gewisse Verantwortung einher geht. Ich habe den Grips und die Zeit, mich mit Dingen zu beschäftigen, die um mich rum und in der Welt passieren. Ich bin nicht permanent damit beschäftigt, irgendwie zu überlegen. Ich habe die Muße, mich hinzusetzen und zu denken. Und ich finde, dann muss ich das auch tun. 

Wusstet ihr, dass das Verhältnis von Plastik zu Plankton in den Weltmeeren inzwischen auf 100:1 geschätzt wird? Also 100 Teile Plastik fallen auf 1 Teil Plankton an. Das ist widerlich! Und Plastik gibt es erst seit 50 Jahren!!!

Auch so ein Thema, das irgendwie dazu gehört. Nicht nur "Brauche ich das alles?" sondern eben auch am anderen Ende "Muss ich so viel Müll produzieren?". Auch da bin ich keine Heilige! Aber wir versuchen drauf zu achten, nicht so viel Müll zu produzieren, nehmen Stoff- oder Papierbeutel zum Einkaufen und verwenden einiges wieder (jaja, die Bastelei ;) ).

Und nun versuche ich noch was.
Ich habe mir, nachdem ich das auf einigen Blogs - u.a. bei Daniela von Green Bird - gesehen habe, Abschminkpads gehäkelt.
Ok, schön sind die noch nicht, aber die sind ja auch bloß mal zum Ausprobieren. Ich mach mir einfach noch ein paar - und die dann schöner. ;)
Erst dachte ich dazu: Man kann es aber auch übertreiben. Aber was bei der Herstellung von Baumwolle an Wasser verwendet wird, ist Wahnsinn. Und das dann dafür, dass ich mir damit einmal über die Augen wische und sie dann wegwerfe...
Und was soll ich sagen? Die neuen kleinen Dinger erfüllen ihre Aufgabe ganz hervorragend.





Nach der Nutzung kommen sie dann einfach in die Wäsche und können dann wiederverwendet werden. Gehäkelt sind sie aus einfachem schwarzen Baumwoll-Topflappengarn. Auch wieder Baumwolle. Wird aber wenigstens wiederverwendet. Und ist mir immer noch lieber als Plastik.
Fazit Abschminkpads: Funktioniert. Gibts noch mehr von.

Fazit insgesamt: Denken hilft!

So, das war meine Moralpredigt für heute! ;)
Die kleinen Teilchen dürfen noch zum RUMS und zum Freutag, weil ich mich so darüber freue, dass es mir so gut geht!

Und euch wünsche ich einen famosen Tag!

Ganz liebe Grüße

Dienstag, 12. Mai 2015

Ein neues Shirt für den Ekstrøm

Ich habe ja hier grade erst behauptet, dass der Bowtie-Bear-Pulli mein erstes wirkliches Kleidungsstück für den Herren war. Das stimmt gar nicht. Ich hattee doch schon ein T-Shirt für den Ekstrøm genäht! Wie konnte ich das vergessen? Was ist denn hier los? Also bitte!

Und damit mir das auffällt, musste ich echt noch eins nähen. Naja, gut für den Ekstrøm, so füllt sich sein T-Shirt-Vorrat. Wenn er Glück hat, vergesse ich es wieder und er bekommt noch eins ;)

So, nun aber zum eigentlichen heutigen Thema: dem neuen Shirt!


Es ist wieder mit einem bestehenden Shirt als Vorlage entstanden. Der Stoff ist ein toller, weicher, etwas dickerer dunkelblauer Interlock aus 100% Baumwolle. 


Und es hat wieder einen Druck drauf bekommen. Diesmal aber nicht mit Lavendeldruck, wie beim ersten Shirt, sondern mit der Stempeltechnik, die ich auch schon für mein Shirt verwendet habe. Die Schablone habe ich mir mit einer Vorlage, die ich mir aus dem Netz gesucht habe, aus Pappe ausgeschnitten und sie dann mit Kreppband auf dem Shirt fixiert. Dann wurde fleißig mit dem Radiergummi drumrumgestempelt und schon ist der Aufdruck fertig. Ok, bügeln muss man noch, damits auch hält.







Ich habe diesmal sogar die Naht am Kragen hinten noch mit einer extra Lage Stoff versehen und sie damit verdeckt, damits noch ein bisschen schicker aussieht. Dazu gibts übrigens eine tolle Anleitung von Hamburger Liebe.

Das sieht dann von vorne/innen so aus:



und von hinten/außen so:



Ich habe die Naht mit Garn in der Farbe genäht, die auch der Aufdruck hat. In der Farbe sind auch die Ärmel- und Saumnähte.

Mit dem Aufdruck bin ich total zufrieden. Ich mag das Motiv und die Farbe und auch die Tatsache, dass er aus lauter einzelnen Punkten besteht.  Und auch die Naht hinten am Kragen finde ich cool, weil es einfach noch ein bisschen professioneller aussieht.
Es gibt aber leider auch ein aber. Und zwar haben sich die Nähte an den Ärmeln und beim Saum unten beim Nähen doof gewellt. Ich habe den elastischen Gradstick meiner Maschine ausprobiert und ich glaube, wir werden keine Freunde... Vielleicht muss ich auch noch ein bisschen an den Einstellungen schrauben und dem Ganzen einfach noch eine Chance geben, aber so ist das irgendwie doof. Oder hat jemand von euch einen Tipp für mich? Bügeln hat es schon ein bisschen besser gemacht aber trotzdem sind die Nähte nun weiter als gewollt und dadürch sitzt das ganze Shirt deutlich lockerer als geplant.




Nun überlege ich also, ob ich das Shirt trotzdem gut finde und es so lasse oder diese Nähte nochmal auftrenne und es neu versuche. Denn auch der Ausschnitt wellt sich ein wenig. Da habe ich wohl das Stoffteil für den Kragen ein bisschen zu lang gemacht...
Ich werde es einfach mal mit dem Beschenkten besprechen und dann darf er entscheiden, wie sehr es ihn stört.
Und vielleicht kann mir ja noch jemand von euch mit einem feinen kleinen Rat zur Seite stehen :)

Das Shirt darf auf jeden Fall noch beim Creadienstag vorbei schauen. Und beim Kopfkino.

Liebste Grüße

Donnerstag, 7. Mai 2015

Mein Beitrag zum Muttertag ;)

Nachdem ich euch meinen neuen Holzkugelschmuck vorgestellt habe, gibts heute schon wieder Armbänder.
Diesmal aber passend zum Thema "Muttertag" ;)
Nein, mal im Ernst. Muttertag war bei uns nie wirklich ein Thema, weil meine Mutter das immer total Quatsch fand. Darum habe ich zu diesem Tag einfach keinen wirklichen Bezug und finde dieses ganze Tamtam drumrum eigentlich nur ein bisschen anstrengend. Genauso wie beim Valentinstag, den ich auch einfach nicht so richtig ernst nehmen kann. 

Und trotzdem gibts heute von mir einen Post zum Thema Muttertag? 
Ja, aber auch nur, weils so schön passt ;) 

Ich habe nämlich zwei neue Armbänder gemacht. Und zwar gar nicht für Muttern sondern für mich. Aber dafür mit Muttern.



Genommen habe ich jeweils 8 bzw. 10 gleich große Muttern (geshoppt im Baumarkt, man kann aber natürlich auch die Vorräte plündern), Baumwoll-Topflappengarn (dafür bin ich dann wiederum an meinen Vorrat gegangen) und diese Anleitung

Und nach ein bisschen Fernsehnebenbeibeschäftigung hat man dann ruckizucki ne Runde neuen Schmuck für den Sommer.





Farblich könnt ihr euch natürlich wild austoben. Es geht auch in bunt. Oder in natür z.B. mit Paketband oder so. Und auch bei den Muttern stehen ja unterschiedlichste Varianten zur Auswahl. Auch größentechnisch könnt ihr viel variieren und auch in der Anzahl der Muttern pro Band. Oder ihr macht das Ganze in 2 - 3 Etappen und dazwischen immer ein bisschen nur geknüpft (versteht man das grade?). Also lasst eurer Phantasie freien Lauf. Bei mir werden sicherlich auch noch ein paar entstehen. Vielleicht auch eines mit Lederbändern. Dann sicherlich auch schick für den Mann. 


 

Soviel also zu meinem Beitrag zum Muttertag, den ich noch zum RUMS schicke, weil ja eben doch für mich. Und zum Freutag.

Und wo wir grad beim Muttertag sind: Muttern, ich lieb dich!

Liebste Grüße


Dienstag, 5. Mai 2015

Mein erster Männerpulli

Ja, das ist tatsächlich der erste Pulli, den ich für einen Herren genäht habe. Ein T-Shirt habe ich ja für den Ekstrøm schonmal genäht aber ansonsten ist die Männerwelt, was das benäht werden angeht, bisher echt ein bisschen kurz gekommen. Na gut, n Beanie und nen Loop-Schal gabs dann auch schonmal aber eben nicht so richtig Klamotten.

Nun wurde ich überrascht mit dem Wunsch aus dem tollen Bowtie-Bear-Stoff, aus dem ich mir einen Pullover genäht habe, auch eine Herrenversion zu schneidern. Na aber natürlich gerne!

Der ursprüngliche Plan, wieder einen Raglan-Pullover zu nähen, scheiterte. Raglan steht dem Wünscher wegen der breiten Schultern nicht und das erste Exemplar ging demnach gar nicht.
Hmmm, nun war der Stoff aber schon zugeschnitten... Was also damit machen? Naaaja, dann musste ich mich eben opfern und mir noch nen zweiten Pulli daraus nähen ;) Den zeige ich euch ein ander Mal.

Heute also nun das Ergebnis für den Herren. Entstanden mit einer bestehenden Sweatshirt-Jacke als Schnittvorlage.



Als Kragen wurde ein höherer Kragen mit Überschlag vorne gewünscht und natürlich auch entsprechend ausgeführt. Da das mein erster Kragen dieser Art war und er ohne Vorlage entstanden ist, musste ein bisschen probiert werden, es hat aber schlussendlich gut geklappt.





Für die Innenseite des Kragens habe ich einfach den Bündchenstoff verwendet, der auch das Bündchen unten und an den Ärmeln ziert.


Ich finde, dass er richtig schick aussieht. Und dieser Schnitt sitzt jetzt auch super. Hach, ich freu mich so, dass ich diesmal einen Herren benähen durfte und dass der Pulli ihm auch richtig gut gefällt.

Der mein erster Männerpulli darf natürlich noch beim Creadienstag und auch noch beim Kopfkino vorbei schauen.


Liebste Grüße