Dienstag, 20. Februar 2018

Weihnachtskleid(er)

Ich wollte dem Sommerkind so gern ein Weihnachtskleid nähen.
Aus einem tollen Merino-Jersey, den ich mal wieder in einem unglaublichen Päckchen direkt aus Neuseeland geschickt bekommen hatte. 
Bei dem Ringelstoff dachte ich gleich "Das wird ein Kuschelkleid fürs Sommerkind!" 
Und da bot sich Weihnachten als Anlass natürlich an ;) 

Weil ich mit dem tollen Stoff aber keinen neuen Schnitt ausprobieren wollte, habe ich mich dafür entschlossen mit einem Probekleid erstmal zu schauen, ob der Schnitt was fürs Sommerkind ist. 
Ich habe also ein Kleid vorweg genäht. Aus einem tollen Glitzerdinostoff, den ich mal im Ausverkauf  bei Tillabox geschossen hatte. Irgendwie kam der wohl nicht so gut an. Ich fand ihn aber gleich super. Ich bitte euch - Dinos in Goldglitzer! Das ist mein Humor ;)

und so entstand dann also ein Probe-Weihnachtskleid in Größe 92 nach dem Schnitt von Schnabelina


Ich habe allerdings nur den oberen Teil und die Ärmel aus dem Freebook übernommen. Das Rockteil ist einfach ein Rechteck, das ich nach grobem Maßnehmen am Sommerkind in der Weite großzügig zugeschnitten habe. Es soll ja ordentlich Bewegungsfreiheit geben!
Und die Weihnachtsplautze sollte ja auch noch reinpassen, nech ;)


Für Hals- und Är,elabschluss hatte ich passendes Bündchen da und so haben das Sommerkind und ich mal eben schnell den Prototypen gezaubert.


Das Rockteil habe ich unten schlicht gesäumt. Ich habe mit der Overlock einmal die Kante lang genäht, dann lässt sich der Stoff einfacher gleichmäßig umschlagen. Dann habe ich die Kante zweimal umgeschlagen und mit einem Geradstich einmal drumrumgenäht. Ein Bündchen fand ich in diesem Fall unten zu schwer.



Ich hab mich dafür entschieden, die Naht des Rockteils nach hinten in die Mitte zu nehmen und nicht auf eine Seite. So fällt sie zwar ein bisschen mehr auf aber ich finde, dass das Rockteil besser fällt.


Das "Probekleid" kam dann beim Sommerkind übrigens so gut an, dass die Bündchen es erstmal gar nicht ans Kleid geschafft haben, weil das Kind sich nach einer ersten Anproben - so wegen der Passform und so, ihr erinnert euch - strikt weigerte das neue Kleidungsstück wieder rauszurücken. Die Fertigstellung des Dino-Glitzer-Kleides verzögerte sich also bis zum nächsten Tag ;)


Nachdem das Thema Passform also geklärt war, kam dann das Merino-Kleid an die Reihe. 


Auch hier ist das Rockteil nich nach Schnittmuster entstanden, ich habe es aber ein bisschen enger genäht als bei dem Dinokleid, weil der Merinostoff sehr dehnbar ist und es so keine Bewegungseinschränkungen zu befürchten waren.


Ich habe auf andersfarbige Bündchen verzichtet, weil ich den tollen Stoff alleine zur Geltung kommen lassen wollte. Und bei dem feinen Stoff wäre ein Bündchenstoff oder selbst "normaler" Jersey viel zu schwe gewesen. Also alles in den feinen Streifen. (Dass ich natürlich NICHT grade zugeschnitten habe, ignorieren wir an dieser Stelle einfach mal...)


Auf dem nächsten Bild erkennt ihr den tollen Fall des Stoffes ein bisschen.
 
Auch bei diesem Kleid ist die Rockteilnaht im Rücken und der Rocksaum ist zweifach umgeklappt und abgesteppt.



So toll ich dieses Kuschelkleid finde, ich muss gestehen, dass ich mich auch in das Dinokleid verknallt habe und so hat das Sommerkind dann eben zwei Weihnachtskleider bekommen. 
Eigentlich ist es ja eh egal, weil sie  die Kleider ja gar nicht nur an Weihnachten, sondern einfach immer, wenn sie Lust dazu hat, anziehen kann. Und ich muss sagen, sie stehen beide recht hoch im Kurs :)


Die beiden Kleider wandern noch rüber zum Creadienstag, zu HoT, zu den DienstagsDingen, zu Sew mini im Februar und zu Kiddikram.


Liebste Grüße







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